c/o Eléonore Roedel
Vortrag: Hannah Arendts "Eichmann in Jerusalem" und ihr jüdisches Selbstverständnis
Es gibt wahrscheinlich kaum eine Theoretikerin, deren Denken so polarisierend, umstritten und facettenreich ist wie dasjenige von Hannah Arendt.
Im Vortrag möchte der Dozent zunächst am Beispiel ihres Skandal-Buchs "Eichmann in Jerusalem" zeigen, welche Provokationen darin enthalten sind. Nicht zufällig stellen das Eichmann-Buch und dessen Nachwirkungen einen sehr tiefen Einschnitt in ihrer Werk- und Lebensgeschichte dar. Dabei soll es nicht um eine moralphilosophische Auseinandersetzung mit dem Bösen gehen. Anschließend wird dargelegt, warum Arendts Drang nach geistiger Unabhängigkeit ausgerechnet an einem Schauplatz wie Jerusalem so vehement hervorbricht. Welche Verbindung besteht zwischen ihrer Abrechnung mit den Judenräten sowie dem Judenstaat im Eichmann-Buch und ihrem Selbstverständnis als Jüdin?
Zur Vorbereitung empfiehlt es sich, das Gespräch zwischen Arendt und Günter Gaus auf YouTube anzusehen.
| 1 Abend, 28.04.2026 Dienstag, 18:00 - 19:30 Uhr | |||
1 Termin(e)
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Marcel Matthies | |||
| 26F101.002 | |||
| Kursentgelt: 10,00 € |
